Förderplakette für Arbeitgeber
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Ehrenamtliche Einsatzkräfte sind da, wenn andere Schutz und Hilfe brauchen. Damit sie diese Verantwortung neben ihrem Beruf übernehmen können, brauchen sie Arbeitgeber an ihrer Seite, die dieses Engagement möglich machen. Innenminister Herbert Reul hat jetzt zehn nordrhein-westfälische Unternehmen mit der Förderplakette „Ehrenamt im Brand- und Katastrophenschutz“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung würdigt Betriebe, die ihre Beschäftigten großzügig für Einsätze, Übungen und Fortbildungen freistellen und damit den Katastrophenschutz in Nordrhein-Westfalen stärken.
Innenminister Herbert Reul: „Ehrenamt im Katastrophenschutz ist keine Freizeitbeschäftigung, sondern knallharte Verantwortung. Wer sich hier ehrenamtlich engagiert, ist binnen Minuten zur Stelle, wenn’s ernst wird. Damit das funktioniert, brauchen diese Frauen und Männer Rückendeckung im Job. Arbeitgeber, die ihre Beschäftigten freistellen und ihnen den Rücken freihalten, sind deshalb unverzichtbare Partner im Katastrophenschutz. Die heute ausgezeichneten Unternehmen stehen exemplarisch dafür, wie moderner Katastrophenschutz gelingt: wenn Staat, Ehrenamt und Wirtschaft eng zusammenarbeiten.“
In diesem Jahr wurden die Preisträger aus 50 eingereichten Vorschlägen ausgewählt. Über die Vergabe entschied eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern der anerkannten Hilfsorganisationen, der Arbeitgeberverbände, der kommunalen Spitzenverbände, des Verbandes der Feuerwehren in NRW e.V., des Technischen Hilfswerks sowie des Ministeriums des Innern. Zu den Auswahlkriterien zählen unter anderem eine großzügige Freistellungspraxis, der Verzicht auf Entgeltansprüche sowie eine darüberhinausgehende Unterstützung von Hilfsorganisationen und Feuerwehren.
Aus der Gemeinde Eslohe wurde die F. Müller Fahrzeugbau GmbH & Co. KG ausgezeichnet. In dem Familienbetrieb, der auf eine über hundertjährige Tradition im Holztransport zurückblickt, gehen die Führungskräfte mit gutem Beispiel voran. Sie alle sind ehrenamtlich bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv. Auch ein Auszubildender ist für die Freiwillige Feuerwehr im Einsatz. Eine problemlose Freistellung und die kostenlose Bereitstellung von Expertise und Arbeitskraft sind hier selbstverständlich.
Bürgermeister Peter Hönninger, der gemeinsam mit Georg Sommer und Tjard Weische vom Fachbereich Ordnung und Wirtschaftsförderung sowie dem stellvertretenden Wehrleiter Nils Weinbrenner an der Feierstunde teilnahm, freut sich: "Mein aufrichtiger Dank gilt dem Unternehmen für die langjährige und verlässliche Unterstützung der ehrenamtlichen Einsatzkräfte. Diese Auszeichnung macht einen Bereich sichtbar, der oft im Hintergrund wirkt, für den Brand- und Katastrophenschutz aber unverzichtbar ist: engagierte Arbeitgeber. Ehrenamt funktioniert nur, wenn Menschen Rückhalt erfahren - auch am Arbeitsplatz. Wer Dienstpläne flexibel gestaltet, Freiräume schafft, Maschinen, Fahrzeuge oder Räumlichkeiten zur Verfügung stellt und Verständnis für kurzfristige Einsätze zeigt, leistet einen wichtigen Beitrag zum Gemeinwohl. Gemeinwohl lebt davon, dass möglichst viele ihren Beitrag leisten. Es geht nicht nur darum, was wir bekommen können, sondern auch darum, was wir bereit sind zu geben. Diese Haltung verdient Anerkennung - und genau dafür steht für diese Auszeichnung."